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Teamcheck: Dänemark

Erstellt am: 31.05.18

Teamcheck: Dänemark
Kick in Russ

 
 
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„Red and white, Danish Dynamite“ – mit diesem Schlachtruf machten die dänischen Fans Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre Furore und peitschten ihr Team 1992 sogar zum Europameistertitel. Diese ganz glorreichen Zeiten sind zwar lange vorbei. Doch in Dänemark reift wieder etwas heran. Jan-Eric Kröger (Macromedia Hochschule in Hamburg) stellt das Team vor.

Der Weg zur WM:
Die Dänen erwischten eine relativ ausgeglichene Qualifikationsgruppe, in der sie schlussendlich Zweiter hinter den favorisierten Polen wurden. Dennoch gelang es den Skandinaviern ein dickes Ausrufezeichen vor heimischem Publikum zu setzen, als Polen 4:0 geschlagen werden konnte. Ärgster Widersacher um Platz 2 war Montenegro, gegen das man sich zu Hause geschlagen geben musste. Ebenfalls konnte man beide Spiele gegen Christoph Daums Rumänen nicht gewinnen. Am Ende standen jedoch bei je zwei Niederlagen und Unentschieden 20 Punkte zu Buche, die den Play-Off Platz bedeuteten. Dort wartete Irland und nach einem 0:0 Unentschieden in Kopenhagen mussten die Dänen in Irland liefern. Was folgte war ein fulminanter 1:5 Sieg, die WM-Teilnahme und grenzenloser Jubel im Land.

Der Star:
Der Star ist ohne Wenn und Aber Christian Eriksen. Dänemarks Nummer 10 von den Spurs überragt regelmäßig im Nationaldress, was allerdings auch am Fehlen vergleichbarer Spieler mit internationalem Format liegt. Sein Marktwert wird aktuell (Stand: 04.04.18) auf 70 Millionen € taxiert und 21 Torbeteiligungen in 37 Ligaspielen der abgelaufenen Saison sprechen eine ähnlich deutliche Sprache: Ein erfolgreiches Abschneiden bei der WM wird maßgeblich von ihm abhängen. Seine Übersicht und Passgenauigkeit sind in der Premier League ebenso gefürchtet wie seine Abschlussstärke. Außerdem ist er einer von wenigen Spielern im Kader, die bereits an einer WM teilgenommen haben. 2010 kam er im Alter von 18 Jahren zu zwei Kurzeinsätzen. Ein weiterer Grund also, weshalb Eriksen in Russland voran gehen wird.

Der mögliche Shooting-Star:
Im Windschatten von Eriksen könnte Pione Sisto auf sich aufmerksam machen, wobei der Flügelspieler eigentlich selbst für Offensivwind sorgen soll. Der Linksaußen mit ugandischen Wurzeln verdient in Spanien bei Celta Vigo sein Geld. Der schnelle und dribbelstarke Sisto sorgte mit 10 Assists und vier Treffern in 34 Ligaspielen für echte Torgefahr. Mit acht Einsätzen in der WM-Qualifikation gehörte er auch in der Nationalmannschaft zum Stammpersonal. Nun wird der 23-Jährige sein Können in Russland unter Beweis stellen dürfen und wir dürfen gespannt sein.

Der Trainer:
Age Hareide gehört wahrlich nicht zu den ganz großen Namen im europäischen Fußball. Seit März 2016 leitet er nun die Geschicke bei der DBU und das mit Erfolg. Hareide führte dabei das von Vorgänger Morten Olsen eingeführte 4-3-3 System fort. Nach niederländischem Vorbild möchte Dänemark also oft selbst das Spiel machen und ansehnlichen Offensiv-Fußball spielen. Der Norweger Hareide war vor seiner Tätigkeit als dänischer Nationaltrainer überwiegend bei schwedischen und norwegischen Klubs unter Vertrag. Internationale Erfahrung konnte er während seiner fünf Jährigen Amtszeit als Coach von seinem Heimatland sammeln. Ob er mit seiner Mannschaft für größere Überraschungen sorgen kann bleibt abzuwarten, ein Überstehen der Gruppenphase ist aber allemal drin.

Stärken und Schwächen:
Der Kader der Dänen ist grundsolide. Superstars sucht man neben Eriksen vergeblich, dafür sind mit Thomas Delaney, Jannik Vestergaard und Yussuf Poulsen drei Bundesligaspieler im Team. Hinzu kommt eine ganze Reihe ehemaliger Deutschlandlegionäre wie Simon Kjaer, Pierre Emile Höjbjerg oder Andreas Christensen. Der Kader birgt Stärken und Schwächen zugleich: Der homogene, eingespielte Kader, ist sicherlich ein Plus, denn viele spielen in Europas Topliegen auf einem guten Niveau, allerdings fehlt es an Tiefe in der Mannschaft. Verletzt sich jemand haben die Dänen keinen gleichwertigen Ersatz, vor allem in der Defensive. So tummeln sich hinter Christensen und Durmisi international eher unerfahrene Spieler wie Henrik Dalsgaard von Brentford oder Jonas Knudsen von Ipswich Town. Dennoch profitiert Dänemark schon jetzt von der erfolgreichen Jugendarbeit der letzten Jahre, der Sprung von der U21 zu den Herren gelang zuletzt oft. Andere Talente stehen Schlange, wie das 20-Jährige Sturmjuwel Kasper Dolberg von Ajax Amsterdam. Mittelfristig ist auch das eine der Stärken unseres Nachbarlandes.

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