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Teamcheck: Nigeria

Erstellt am: 31.05.18

Teamcheck: Nigeria
Kick in Russ

 
 
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Mit Gernot Rohr hat ein Deutscher einen großen Anteil daran, dass Nigeria zum sechsten Mal an einer WM teilnehmen kann. Der 64-Jährige hat die Auswahl komplett erneuert und ihr neues Leben eingehaucht. In einer schwierigen Gruppe mit Island, Argentinien und Kroatien könnten sie durchaus für eine Überraschung sorgen.

Text: Damian Ozako (90PLUS)

Der Weg zur WM:
Überraschend souverän qualifizierte sich die Mannschaft vom deutschen Trainer Gernot Rohr für die WM in Russland. Sie stiegen in der zweiten Runde ein und besiegten dort Swasiland. Danach erwischten sie mit Sambia, Kamerun und Algerien eine komplizierte Gruppe. Doch die Super Eagles setzten sich mit 13 Punkten durch. Die einzige Niederlage kassierten sie kurioserweise am grünen Tisch: Weil Nigeria am letzten Spieltag gegen Algerien Abdullahi Shehu einsetzte, wurde die Partie mit 3:0 für Algerien gewertet. Eigentlich trennten sich die Mannschaften mit 1:1, aber Shehu war aufgrund einer Gelbsperre nicht spielberechtigt. Ansonsten dominierten sie ihre Gruppe und ließen den anderen Teams keine Chance auf Platz 1.

Der Star:
In Nigeria führt kein Weg an John Obi Mikel vorbei. Der Mittelfeldspieler hat Chelsea zwar nach 10 1/2 Jahren und im Anfang 2017 nach China zum Tianjin Teda gewechselt, aber hat bei den Super Eagles immer noch das Sagen. Für Rohr ist er der verlängerte Arm auf dem Platz und als Kapitän eine feste Größe der Nationalmannschaft. Für Rohr ist Mikel ein entscheidender Faktor bei der WM. Mit seiner Titelsammlung und Erfahrung ist er der perfekte Anführer für die junge Truppe. Der 31-Jährige ist für seine Defensivqualitäten bekannt und sorgt mit seinem Stellungsspiel im Mittelfeld für die nötige Stabilität im Spiel Nigerias. Neu ist allerdings, dass er auch weiter vorne eingesetzt wird. Im letzten Drittel kann er auch mal den entscheidenden Pass spielen und genau das hat Rohr erkannt. In der WM-Quali konnte er sogar zweimal einnetzen. Für Mikel eher ungewöhnlich.

Der mögliche Shootingstar:
Natürlich stehen Stürmer immer mehr im Fokus, aber bei den Nigerianern könnte der eher unscheinbare Wilfried Ndidi von Leicester City zur großen Überraschung werden. Unter Gernot Rohr ist der 21-Jährige im defensiven Mittelfeld gesetzt und sorgt für weitere Stabilität. Zusammen mit Mikel versteht er sich fast blind und wird immer besser mit der Zeit. Auch in seiner ersten Saison in der Premier League konnte er sich sofort durchsetzen und einen Stammplatz erobern. Zwar fehlt es ihm noch an offensiven Aktionen, aber bei der WM wird es für Nigeria eher darum gehen hinten dicht zu halten. Und da könnte Ndidi ein wichtiges Puzzleteil für die Super Eagles werden.

Der Trainer:
Gernot Rohr hat in Nigeria alle überrascht. Ein viel zu altes Team hat er geschickt verjüngert und neue Talente eingebaut, die fast alle zündeten. Der 67-Jährige schaffte es die Nationalmannschaft aus einer tiefen Krise zu befreien und sie neu zu erfinden. Er hat im Land eine Euphorie entfacht. Die Erwartungen sind in Nigeria traditionell viel zu hoch und in der Vergangenheit zerbrach die Mannschaft am Druck, aber bei dieser WM ist es anders als in den vergangenen Jahren. Rohr arbeitete an der Disziplin und erdete die Mannschaft ziemlich erfolgreich. Er verpasste ihr mit einem 4-2-3-1 ein System, in dem sie sich sehr wohlfühlt. Sowohl offensiv als auch defensiv. Der Deutsche konnte auch die Mentalität verbessern. Nigeria gibt sich jetzt nicht mehr so schnell nach Rückschlägen auf und scheint wirklich auf allen Ebenen so stabil wie schon lange nicht mehr zu sein. Die Erfahrungen bei seinen vorherigen afrikanischen Stationen Gabun, Niger und Burkina Faso haben ihm sicherlich dabei geholfen die richtigen Maßnahmen zu treffen.

Stärken und Schwächen:
Traditionell ist Nigeria in der Offensive am stärksten besetzt und auch bei dieser WM ist es so. Mit Victor Moses (Chelsea), Alex Iwobi (Arsenal), Kelechi Iheanacho (Leicester) und Ahmed Musa (ZSKA Moskau) haben sie in der Offensive direkt vier schnelle und technisch starke Spieler. Zwar sind sie in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende angekommen, aber es ist ordentlich Talent vorhanden. Seitdem Rohr die „Super Eagles“ übernommen hat, agieren sie taktisch deutlich reifer und flexibler. Dass sich die Offensivkünstler in einem passenden System wiederfinden und sich die Mannschaft nicht auf die individuellen Stärken einzelner Spieler verlassen muss, ist der größte Trumpf Nigerias. Das macht sie so viel gefährlicher als sie es in der jüngeren Vergangenheit waren. Vor allem das starke Umschaltspiel wird ihren Gegnern noch Kopfschmerzen bereiten.

Die Defensive könnte jedoch zum großen Problem werden für die Super Eagles. Mit Leon Balogun, der zuletzt für Mainz 05 spielte, haben die Nigerianer einen Abwehrchef, der bei einem kleineren Verein nicht mal einen Stammplatz hatte. Sein Partner William Troost-Ekong ist zwar in seinem Verein gesetzt, aber mit Bursaspor ist es auch nicht gerade ein europäisches Schwergewicht. Bei den restlichen Verteidigern sieht es ähnlich aus. Vor allem die Partien gegen Argentinien und Kroatien werden da extrem herausfordernd sein. Nigeria müsste im Kollektiv herausragend verteidigen um die individuellen Schwächen zu kaschieren.

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