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Teamcheck: Uruguay

Erstellt am: 31.05.18

Teamcheck: Uruguay
Kick in Russ

 
 
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Uruguay konnte sich schon zweimal den Weltmeistertitel sichern. Bei der Copa America sind die stolzen Südamerikaner mit 15 Titeln sogar Rekordsieger. International ist sie die Mannschaft mit den meisten Titeln. Doch diese erfolgreichen Zeiten liegen lange zurück. Bei der Weltmeisterschaft in Russland soll es nun endlich mal wieder zum großen Wurf reichen.

Text: Christopher Kleis (Macromedia Hochschule Hamburg)

Der Weg zur Weltmeisterschaft:
Seit der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gehören die Südamerikaner wieder zum Elitekreis des Weltfußballs. In Brasilien scheiterte man überraschend schon im Achtelfinale an Kolumbien. In Russland soll dies vergessen gemacht werden. Der Weg zur WM wurde von Uruguay souverän beschritten. Die Pflichtaufgaben wurden teilweise mit relativ engen Ergebnissen erfüllt. Als Zweiter der Südamerikagruppe ließ man nur Brasilien den Vortritt. Sogar Argentinien mit Superstar Lionel Messi wurde abgehängt. Allerdings stehen neun Siegen auch fünf Niederlagen gegen Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador und Peru gegenüber. Die Unentschieden gegen Argentinien und Brasilien zeigen aber, dass Trainer Óscar Tabárez eine talentierte Truppe zusammengestellt hat.

Der Star:
Die Uruquayer verfügen besonders im Sturm über jede Menge Weltstar-Status. Mit Edison Cavani von Paris Saint Germain und Luis Suarez vom FC Barcelona stellen die Urus eine titelreife Doppelspitze. Zweiterer hat Cavani aber entscheidene Dinge voraus. Er kann neben Meisterschaften in Spanien schon einen Titel in der Champions League vorweisen und ist Rekordtorschütze in der Nationalmannschaft. Auch technisch ist er stärker ausgestattet als Cavani, der oftmals als reiner Strafraumstürmer fungiert. Allerdings kamen zu den sportlichen Erfolgen auch negative Schlagzeilen dazu. Unfaire Abwehraktionen mit der Hand, rassistische Beleidigungen und mehrfache Bisse gegen Kontrahenten warfen in der Vergangenheit ein schlechtes Bild auf den Topstürmer. Mittlerweile lässt Suarez lieber Tore sprechen. In der aktuellen Saison stehen für den „Beißer“ schon 25 Tore zu buche. Mit zwölf Assists beweist er auch ein Auge für den Mitspieler.

Der mögliche Shooting-Star:
Das Hauptaugenmerk liegt auf den Stars Suarez und Cavani. Dabei haben auch die Abwehr und besonders die Innenverteidigung einiges zu bieten. Der junge José Giménez ist fester Bestandteil der Defensive von Atletico Madrid und könnte zu dem Aufsteiger der WM werden. Mit seiner Physis und seinem Stellungsspiel ist er ein Hindernis für jeden Stürmer. In der spanischen Liga muss er sich gegen Topstürmer wie Messi, Teamkollege Suarez oder Christiano Ronaldo beweisen. Zudem verfügt er über ein exzellentes Stellungsspiel und hat den Blick für einen geordneten Spielaufbau. Auch wenn die Aufmerksamkeit oftmals auf den Stürmern liegt, so ist Giménez fester Rückhalt und stellt auf seiner Position die Zukunft des Fußballs dar.

Der Trainer:
Der alte Herr im Team sitzt auf der Trainerbank. Der 71-jährige Óscar Tarbárez ist seit mittlerweile fast zwölf Jahren Cheftrainer der Urus. Zuvor war er vor allem als Vereins-Trainer in Argentinien und Uruquay tätig. Kurz vor der Weltmeisterschaft 2006, für die sich Uruquay nicht qualifizieren konnte, wurde er als Nationaltrainer vorgestellt. Seitdem führte er seine Mannschaft zu jeder WM. 2010 gelang ihm der Überraschungserfolg, als das Halbfinale erreicht werden konnte. 2011 konnte er mit Uruguay die Copa-America gewinnen. Der Erfolgstrainer versucht nun, nach dem frühen WM-Aus 2014, wieder für Furore zu sorgen. Seinen Stars hat er mit motivierten und hochtalentierten Spielern eine gute Grundlage dafür gelegt.

Stärken und Schwächen:
So gut das Team auch besetzt ist, so haben sich in der Qualifikation immer wieder Schwächen offenbart. So konnte man sich nicht gegen Argentinien oder Brasilien durchsetzen. Bei der Weltmeisterschaft müssen aber auch die großen Nationen geschlagen werden. Die Niederlagen fielen fast immer relativ hoch aus. Drei Tore Rückstand sind nicht wenig. Dies offenbart Lücken in der Abwehrarbeit. Hier muss Trainer Tarbárez noch nachlegen, soll es zum WM-Titel reichen. Die Außenverteidigerpositionen sind nicht hochwertig besetzt. Einzig Maxi Pereira spielt mit dem FC Porto in einer europäischen Top-Liga. Eine fehlende Kadertiefe könnte den Urus Probleme bereiten.

Keine Sorgen braucht sich Uruguay in der Offensive und in der Innenverteidigung zu machen. Im favorisierten 4-4-2-System strahlen sowohl Suarez als auch Cavani stets Torgefahr aus. Auch wenn die Namen im Mittelfeld nicht ganz so klangvoll sind, so hat besonders Lucas Torreira eine sehr starke Saison beim FC Genua gespielt. Als Sechser wird er mit dem Madrilener Abwehrduo Diego Godin und Giménez die Bälle abfangen. Die Innenverteidigung ist mit Qualität gefüllt und muss damit rechnen, dass Gegner versuchen werden, über die Flügel zu kommen.
Wenn Uruguay es schafft, die mentalen Probleme gegen große Gegner zu überwinden, die Innenverteidigung hält und die Zuordnung im System stimmt, kann es mit Hilfe von Suarez und Cavani ganz weit für die Urus gehen. Qualität dafür hat das Team genug.

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