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Teamcheck: Belgien

Erstellt am: 1.06.18

Teamcheck: Belgien
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Seit 2014 gehört Belgien zu den Favoriten auf einen Titel – aber wirklich was gerissen haben sie bis jetzt nicht. Wird es dieses Jahr trotz Defensivproblemen endlich klappen? Janine Schröder von der Macromedia Hochschule in Hamburg macht den Test.

Der Weg zur WM:
Seit Jahren sind die Erwartungen an die belgische Nationalmannschaft groß. Die Goldene Generation hat sowohl bei der WM 2014 als auch bei der EM 2016 zu DEN Favoriten auf den Titel gezählt. Doch bis jetzt konnten die Roten Teufel die Erwartungen nicht erfüllen: Sowohl bei der WM als auch bei der EM haben sie es nicht über das Viertelfinale hinausgeschafft. Und das soll jetzt ENDLICH geändert werden: Die Qualifikation für Russland lief reibungslos. In der Gruppe H konnten die Belgier mit neun Siegen überzeugen. Gegen Griechenland gab es noch ein 1:1. Die Belgier spielten damit die zweitbeste Qualifikation in Europa: Nur das DFB-Team holte noch mehr Punkte. Auch deswegen zählt Belgien, man kann es so sagen, mal wieder zu dem engen Favoritenkreis.

Der Star:
Trainer Roberto Martinez hat gut lachen: Den Star in dieser hochkarätigen Mannschaft zu finden, ist gar nicht so einfach. Neben Eden Hazard, Marouane Fellaini und Yannick Carrasco sticht aber vor allem Kevin de Bruyne hervor. Der offensive Mittelfeldspieler von Manchester City überzeugt mit seiner herausragenden Balltechnik und seinem intelligenten Spielüberblick die Fußballwelt. Und das lässt sich auch statistisch belegen: In der Premier League schoss er acht Tore und 16 Vorlagen.  Auf einen Tag wird de Bruyne sich besonders freuen: An seinem 27. Geburtstag geht es in der Gruppenphase gegen seine Wahlheimat England.

Der mögliche Shooting Star:
Schon 2014 hatte man große Hoffnungen auf ihn gesetzt. Aber seitdem ist viel passiert: Romelu Lukaku hat sich in der Zwischenzeit zu einem Topstürmer entwickelt. Deswegen stritten sich auch letzten Sommer der FC Chelsea und Manchester United um ihn – und mit knapp 85 Millionen Euro Ablösesumme gehört er seit 2017 zu ManU.  Und DIESE WM wird Romelu Lukaku sich für Belgien wortwörtlich zum entscheidenden Schwergewicht entwickeln. Denn der 95 Kilo schwere Riese weiß, wie man sich durchsetzt und gehört gleichzeitig zu den schnellsten Spielern der Roten Teufel. Wegen seiner Größe ist er auch so kopfballstark und kann hohe Bälle festmachen – ein klassischer Mittelstürmer eben. Jedoch verpasste er wegen einer Knöchelverletzung die letzten Spiele von Manchester United – ist aber wieder so gut wie fit und bis zur WM der Kandidat, der die Goldene Generation zum Goldenen Pokal schießen könnte.

Der Trainer:
Nach der enttäuschenden EM 2016 wurde der alte Trainer Marc Wilmots entlassen – und Roberto Martinez kam. Der 44-Jährige Spanier hat davor den englischen 1. Ligisten FC Everton trainiert. Belgien ist seine erste Station als Nationaltrainer – und seitdem läuft es sehr gut für die Roten Teufel. Unter Martinez hat die Mannschaft noch kein einziges Spiel verloren. Und deswegen gibt’s einen Vertrauensvorschuss vom Königlichen Belgischen Fußballverband: Obwohl Martinez noch kein größeres Turnier bestritten hat, wurde sein Vertrag bis 2020 verlängert. Denn die Belgier wünschen sich eins: Die Serie des Trainers soll bis zum 16. Juli halten. Danach komme, was wolle.

Stärken und Schwächen:
Belgien ist auf jeder Position individuell erstklassig besetzt. Das waren sie zwar auch schon in den Jahren davor, aber die Mannschaft ist gereift und zusammengewachsen. Sie sind gierig auf einen Titel. Vor allem im Angriff kann Martinez sich auf seine Schlüsselspieler Eden Hazard und Kevin de Bruyne verlassen.
Zum Problem kann aber die Taktik von Roberto Martinez werden – sein 3-4-2-1 System bereichert zwar seine Offensive, lässt aber auch viel Raum für den Gegner. Und schon bei den letzten Turnieren hat sich gezeigt, dass der Mannschaft die häufigsten Fehler in der eigenen Defensive unterlaufen sind. Ein alternatives Taktiksystem ist unwahrscheinlich – im vorläufigen Kader sind mit Jordan Lukaku und Thomas Meunier jeweils ein Links- und ein Rechtsverteidiger nominiert worden. Ansonsten kommen nur Spezialisten für die Innenverteidigung. Ausbügeln kann diese Schwäche nur der brilliante Thibaut Courtois, der für den FC Chelsea zwischen den Pfosten steht.
Das größte Fragezeichen bleibt, ob Trainer Martinez es schafft, den starken Kader zu einem Team zu formen. Hochkarätige, und überragende Spieler schmücken den belgischen Kader. Aber bis jetzt haben sie es noch nicht geschafft, in den wichtigen Momenten als Einheit aufzutreten. Wenn das aber gelingt, dann wird kaum eine andere Mannschaft sie schlagen können.

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