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Teamcheck: Mexiko

Erstellt am: 1.06.18

Teamcheck: Mexiko
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Die mexikanische Mannschaft ist Gegner der DFB-Elf und trifft außerdem auf Schweden und Südkorea. Mexiko verfügt über einige gute Fußballer und ist vor allem auch in der Breite gut aufgestellt, will mindestens das Achtelfinale erreichen, danach nach Möglichkeit überraschen.

Text: Manuel Behlert (90PLUS)

Der Weg zur WM:
Die Mexikaner stiegen erst in der ersten der beiden Gruppenphasen ein, trafen auf Honduras, Kanada und El Salvador. Als klarer Favorit ging man in die Gruppe – und zeigte dies auch eindrucksvoll. 6 Spiele, 5 Siege, 1 Remis und 13:1 Tore standen am Ende auf dem Konto, lediglich das letzte Gruppenspiel gegen Honduras wurde nicht gewonnen, in Mexiko-Stadt erreichte man lediglich ein 0:0. In der abschließenden Gruppenphase startete man mit 10 Punkten aus 4 Spielen und legte früh die Weichen für eine souveräne Qualifikation. Keines der Teams in der Gruppe konnte Mexiko ernsthaft gefährden, nach 10 Spielen hatte die Mannschaft 21 Punkte auf dem Konto und wurde mit 5 Zählern Vorsprung vor Costa Rica und 8 Punkte vor Panama souveräner Gruppensieger.

Der Star:
Javier Hernandez. Natürlich verfügen die Mexikaner mit Spielern wie Corona, Herrera, Moreno oder Jimenez über einige Topspieler, in der internationalen Wahrnehmung ist Javier Hernandez, genannt „Chicharito“, aber immer noch der Name, der am ehesten dafür sorgt, dass man aufmerksam zuhört. Chicharito spielt mittlerweile für West Ham United in der Premier League, lief zuvor für Bayer 04 Leverkusen auf und galt dort als jederzeit zuverlässiger Torjäger, der vor allem mit seiner Sprungkraft und seinem Instinkt im Offensivkopfballspiel auffällt – trotz seiner eher geringen Körpergröße. Mit 29 Jahren ist Chicharito in einem idealen Alter, auch wenn seine Saison in England nicht ideal war. 8 Tore in 28 Spielen sind dennoch nicht die allerschlechteste Bilanz, nun soll Chicharito dafür sorgen, dass Mexiko eine erfolgreiche Weltmeisterschaft spielt.

Der mögliche Shooting-Star:
Er ist jung, dribbelstark, schnell und hat noch eine Menge Luft nach oben: Hirving Lozano. Der 22-jährige Flügelspieler verkörpert den Prototyp der mexikanischen Offensivspieler, verfügt über ein großes Selbstvertrauen und hat sich bei der PSV aus Eindhoven nach seinem Wechsel im Sommer 2017 sehr gut eingelebt. 19 Tore und 11 Vorlagen in 34 Pflichtspielen sind eine beeindruckende Quote und seine erste Weltmeisterschaft soll nun der Durchbruch auf internationaler Ebene werden. Mit Mexiko hat er die Chance auf die K.O.-Runde und vor allem könnte er die großen Klubs in Europa auf sich aufmerksam machen. Denn Lozano ging bei seinem Wechsel von Pachuca nach Europa bewusst einen Zwischenschritt, ist nun noch bis 2023 an den Klub aus der Niederlande gebunden. Mit einem guten Turnier würde ein vorzeitiger Wechsel durchaus wahrscheinlicher werden.

Der Trainer:
Juan Carlos Osorio ist ein 56-jähriger Kolumbianer, der seit Oktober 2015 für die mexikanische Nationalmannschaft tätig ist. Zuvor sammelte er Erfahrungen auf Vereinsbasis, war unter anderem für Chicago Fire, die New York Red Bulls und den FC Sao Paulo tätig. Seine Zeit bei Mexiko ist bisher durchaus erfolgreich, in 45 Spielen sammelte er einen Punkteschnitt von 2,18, zudem lässt er gerne offensiven Fußball spielen. Für Osorio ist es das erste große Turnier als Nationaltrainer und er hat große Ziele, die er verfolgen wird.

Stärken und Schwächen:
Die Mischung in der Mannschaft stimmt einfach. Der erfahrene Rafael Marquez wird den jungen Spielern wichtige Tipps geben können, auch Spieler wie Vela, Jimenez, Chicharito und dos Santos haben viel erlebt. Viele Spieler laufen für Topklubs in Europa auf, spielten in der Europa League oder in der Königsklasse und haben eine gute, teilweise sogar erfolgreiche Saison hinter sich. Das Team ist ausgewogen und gut eingespielt, die ganz großen Schwächen sind eigentlich gar nicht auszumachen. Im Vergleich zu den absoluten Topnationen fehlt es natürlich an individueller Klasse, auch die Rückwärtsbewegung ist teilweise ausbaufähig, hinzu kommt eine punktuell schwächere Chancenverwertung und aufgrund der mangelnden, kontinuierlichen Konkurrenz in Amerika die Tests auf allerhöchstem Niveau.

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