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Teamcheck: Polen

Erstellt am: 1.06.18

Teamcheck: Polen
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Polen ist zum ersten Mal seit der WM 2006 in Deutschland wieder dabei und trifft in Russland in der Gruppe H auf Kolumbien, Japan und Senegal. Dass das Team nicht nur aus Robert Lewandowski besteht, durchaus mehr zu bieten hat, weiß Niklas Uther (Macromedia Hochschule Hamburg).

Der Weg zur WM:
In der Qualifikation marschierten die Polen durch ihre Gruppe und setzten sich dabei vor Dänemark und Montenegro als Gruppenerster durch. Lediglich eine 4:0 Niederlage gegen Dänemark ließ die ansonsten sehr sicher auftretenden Polen aus dem Konzept bringen.

Der Star:
Wer der Star der polnischen Mannschaft ist, sollte für jeden Fußball-Fan keine Frage sein: Robert Lewandowski, Bayern Münchens Stürmerstar, auch diese Saison wieder mit 29 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga und DER Megastar und Publikumsliebling in Polen. Insgesamt erzielte Polen in der Qualifikation 25 Tore. Mit seinen 16 Treffern in 10 Qualifikationsspielen schoss er Polen also praktisch alleine zur WM und wurde dabei – ganz nebenbei – der beste Torschütze der europäischen Ausscheidung. Das zeigt deutlich, wie wichtig Robert Lewandowski für Polen ist. Auf den Mittelstürmer wird es ankommen, alle Hoffnungen seines Landes haften auf ihm – und an seinen Toren.

Der mögliche Shooting Star:
Natürlich steht Robert Lewandowski im Fokus – alle Augen sind auf ihn gerichtet: Ob er einschlägt? Ob er Polen mit wichtigen Toren helfen kann? Und ob er sein Team als Kapitän in die KO- Phase führen kann.
Dabei besteht das Team längst nicht nur aus Lewandowski- auch seine Mitspieler sind deutlich besser als viele vermüten würden.  Da wäre, zum Beispiel, Karol Linetty. Der 23-Jährige hat wohl große Chancen auf einen Platz in der Startelf. Der 23-Jährige spielt zwar schon seit 2014 für die Nationalmannschaft aber hat sich diese Saison in der Serie A, der italienischen ersten Liga, durchgesetzt und ist in Genua unangefochtener Stammspieler. Die Anhänger der polnischen Mannschaft hoffen darauf, dass Linetty in der Nationalmannschaft an seine Leistungen aus der Liga anknüpfen kann. Er gilt als robuster und laufstarker Mittelfeldspieler der zentral sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden kann. Gerade neben dem dribbelstarken Piort Zielinski aus Neapel könnte Linetty groß auftrumpfen. In der Wm-Qualifikation liefen beide häufig nebeneinander auf und ergänzten sich dabei nahezu perfekt im Aufbauspiel der Polen.

Der Trainer:
Seit 2013 ist Adam Nawalka der Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Der 60-jährige Pole hat aus einem talentierten Kader, der sowohl aus erfahrenen Spielern, als auch aus jungen Talenten besteht eine Einheit zu bilden. Das klappte in der Qualifikation schon sehr gut, und man hat in Polen berechtigte Hoffnungen auf einen Achtelfinaleinzug der Mannschaft. Große Überraschungen gibt es bei der Kadernominierung bislang nicht, Nawalka setzt weiterhin auf alteingesessene Spieler wie Jakub Blaczykowski vom VFL Wolfsburg oder Abwehrchef Kamil Glik von der AS Monaco. Er geht wohl kein Risiko ein und nominierte deswegen nur wenige Spieler aus der eigenen polnischen Liga.

Stärken und Schwächen:
Wie man es in der Vergangenheit schon von Polen kannte, hat Polen im Tor das kleinste Problem: Hier setzte Nawalka in der Qualifikation vorwiegend auf Lukasz Fabianski von Swansea City, muss sich aber für die WM wohl zwischen ihm und Wojciech Szczesny, dem bisherigen Ersatztorhüter von Gigi Buffon bei Juventus Turin, entscheiden. Auch der dritte Torhüter spielt international: Lukasz Skorupski ist zweiter Torwart bei AS ROM hinter dem Brasilianer Alisson. Auch in der Abwehr ist Polen sehr gut besetzt. Mit Abräumer Kamil Glik hat die Mannschaft einen erfahrenen Abwehrchef in der Zentrale. Auch auch der rechten Abwehrseite spielt ein ebenso erfahrener wie bekannter Mann: Lukasz Piszcek von Borussia Dortmund- unangefochtener Stammspieler und wichtiger Bestandteil der polnischen Abwehr. Seine Schnelligkeit über Außen und Stärke bei Flanken bieten Polen dazu weitere vielversprechende Möglichkeiten in der Offensive. Nawalka hat in letzter Zeit oft mit nur drei Verteidigern spielen lassen nämlich mit Glik, Pazdan und Piszcek. Ob er diese riskante Formation aber auch bei der WM auswählt, ist noch unklar, denn dadurch ist das Team sehr konteranfällig. Über die Außen kommen die schnellen und dribbelstarken Jakub Blaczykowski und Kamil Grosicki und durch die Mitte kommt Polen mit Allrounder Krychowiak von West Brom aus der englischen Premier League.  Und der Sturm, Polens größte Waffe. Die Abschlussstärke des polnischen Angriffs ist enorm- und das nicht nur wegen Lewandowski. Denn als zweiter Stürmer spielt ein ebenfalls sehr abschlussstarker Pole: Arkadiusz Milik – und der ist schon lange kein unbedeutender Stürmer mehr. Der Partner von Lewandowski im Sturmzentrum konnte jedoch nach einem Kreuzbandriss erst im Februar wieder bei seinem Club, dem SSC Neapel, einsteigen.  Polens Chancen auf eine starke WM sind durchaus vorhanden, jedoch wird es dennoch in erster Linie auf die Treffsicherheit von Lewandowski ankommen. Außerdem ist das Team in der breite nicht flexibel und stark genug aufgestellt um bei einer Weltmeisterschaft bestehen zu können und gegen konterstarke Teams zu anfällig für Gegentreffer.
Die Polen wollen aber auf jeden Fall das erste Mal seit 1986 in Mexiko das Achtelfinale einer Weltmeisterschaft erreichen. Bei der Gruppe kann man sich zumindest dieses Ziel durchaus vorstellen, die polnische Fans hoffen und das ganze Land steht hinter ihrer Mannschaft. Und wer weiß- vielleicht schaffen die Rot-Weißen ja die Überraschung und schaffen es noch weiter.

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