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Teamcheck: Südkorea

Erstellt am: 1.06.18

Teamcheck: Südkorea
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Südkorea ist mittlerweile Dauergast bei der WM. Seit 1982 sind die Südkoreaner immer bei der WM-Endrunde dabei gewesen. Besonders das 2002 im eigenen Land ausgetragene Turnier hat der Fußballbegeisterung noch einmal einen mächtigen Schub gegeben. Dort konnte der zweimalige Asien-Meister mit dem 4. Platz sein bisher bestes Ergebnis bei einer WM erzielen. Wie sieht das Team in diesem Jahr aus?

Text: Felix Wöller (Macromedia Hochschule Hamburg)

Der Weg zur WM:
Die Qualifikation zu dieser WM lief allerdings eher holprig. Nachdem man die zweite Qualifikations-Runde noch ohne Punktverlust, sowie gänzlich ohne Gegentor meisterte, kam man in der 3. Runde gegen den Iran, Syrien, China, Usbekistan und Katar ordentlich ins Wanken. Mit Ach und Krach konnte sich Südkorea haarscharf am letzten Spieltag mit einem 0:0 gegen Usbekistan noch vor Syrien den zweiten Platz sichern – und so die direkte Qualifikation zur WM. Auf dem Weg dorthin setzte es allerdings überraschende Niederlagen gegen China, Katar und Iran, sowie Unentschieden gegen Syrien und Usbekistan. Nach der Niederlage gegen Katar im Juli letzten Jahres wurde der langjährige deutsche Trainer Uli Stielike dann folgerichtig auch entlassen und Tae-Yong Shin übernahm für ihn.

Der Star
Der Star des Teams ist ganz ohne Zweifel Heung-Min Son. Der spielt nun bereits seit 3 Jahren bei Tottenham Hotspur in der Premier League und ist ein wesentlicher Faktor für deren Erfolg in den letzten Jahren. Die Nordlondoner haben nun zweimal in Folge die Champions League erreicht und beendeten die letzten beiden Saisons jeweils in den Top 3 in der Premier League. Son konnte in beiden Jahren zweistellig treffen und zählt
mittlerweile zu den besten Spielern in der gesamten Liga. Seine enorme Schnelligkeit und sein Zug zum Tor machen ihn für jede Abwehrreihe extrem gefährlich. Hinzu kommt, dass er beidfüßig ist und so für jeden Verteidiger sehr schwer auszurechnen. Neben Son kann man sicherlich auch noch den Kapitän Ki Sung-Yueng nennen. Der ist seit vielen Jahren in der Premier League bei Swansea unter Vertrag und mit 100 Länderspielen der erfahrenste Spieler im Kader. Seine Spielweise mit seinen enorm präzisen Diagonalbällen erinnert an die von Xabi Alonso und obwohl er dieses Jahr mit den Swans den Abstieg in die zweite englische Liga auch nicht verhindern konnte, wird er ein extrem wichtiger Faktor im Spiel von Südkorea sein.

Der Shootingstar
Sehr viele junge Talente hat Südkorea nicht im Kader. Aber neben Heung-Min Son könnte Hee-Chan Hwang der entscheidende Spieler für die Südkoreaner in der Offensive sein. Der 22-jährige Stürmer spielte eine klasse Saison bei RB Salzburg und half kräftig bei deren überraschenden Halbfinaleinzug in der Europa League mit. Beim 4:1 Sieg im Viertelfinalrückspiel gegen Lazio Rom erzielte er dabei einen wichtigen Treffer und auch gegen Dortmund im Achtelfinale zeigte er starke Leistungen. Seine Schnelligkeit und Unbekümmertheit könnten ihn zum Shootingstar im südkoreanischen Team machen.

Der Trainer
Der Trainer des Teams ist der Südkoreaner Tae-Yong Shin. Er war zuvor der langjährige Co-Trainer von seinem Vorgänger Uli Stielike und trainierte zudem bereits die U-20 von Südkorea. Seinen bisher größten Erfolg als Trainer konnte er 2010 feiern, als er mit der südkoreanischen Mannschaft Seongnam FC das asiatische Pendant der Champions League gewinnen konnte. Der 47-jährige konnte seiner Mannschaft allerdings bis jetzt noch keinen wirklichen Schub geben. Seit seinem Amtsantritt als Nationalcoach stehen 4 Siege, 4 Niederlagen, sowie 5 Unentschieden zu Buche. Auch mit Blick auf die Gruppe mit Deutschland, Mexiko und Schweden ist Südkorea eher Außenseiter auf das Weiterkommen.

Stärken und Schwächen
Viele Stars hat Südkorea nicht. Abgesehen von Heung-Min Son, Ki Sung-Yueng und Hee-Chan Hwang spielt der Großteil der Mannschaft in Asien. Es bleibt abzuwarten, ob die Spieler gegen Teams wie Deutschland oder Mexiko mit ihren etlichen gestandenen Spielern aus Europas Top-Ligen, mithalten können. Ihre Stärken liegen auf jeden Fall in der Offensive. Dort kann Son oder womöglich auch Hwang immer mal mit einem genialen Moment für ein Tor gut sein. Die sehr holprige Qualifikation sowie die letzten Freundschaftsspiele machen dahingegen nicht wirklich Mut auf eine allzu erfolgreiche WM. Außerdem hat sich der auf den offensiven Außenbahnen eigentlich gesetzte Chang-Hoon Kwon vom FC Dijon in Frankreich im letzten Saisonspiel die Achillessehne gerissen und fällt für die WM aus. Ob die „Tigers of Asia“ das kompensieren und die letzten Negativerlebnisse ausblenden können, wird entscheidend für eine erfolgreiche WM sein. Ein Einzug ins Achtelfinale wäre für Südkorea auf jeden Fall bereits ein großer Erfolg.

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